Waidmanns Heil!

Wer in Ungarn auf die Jagd geht, setzt die jahrhundertealte Tradition vieler europäischer Adliger, Könige und Kaiser fort. So liebten es zum Beispiel die leidenschaftlichen Jäger Franz Joseph I., Kaiser von Österreich, und der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II., hier dem Wild nachzuspüren. Und das sehr erfolgreich, schließlich verfügte Ungarn schon damals über einen außerordentlich reichen Wildstand. Heute können in den insgesamt 22 staatlichen Forstwirtschaften unter anderem Rothirsche, Damhirsche, Wildschweine, Mufflons und Rehe geschossen werden – aber natürlich auch Hasen, Fasane, Rebhühner, Saatgänse, Blässgänse, Stockenten. Da jede Forstwirtschaft zwischen 40 und 120 Hektar zusammenhängende Fläche verwaltet und seit jeher auf eine nachhaltige Entwicklung geachtet wird, steht dem Wild Tieren ausreichend hochwertiger Lebensraum zur Verfügung.

Das sorgt für einen ausgezeichneten Genbestand: Die Elterntiere in den Revieren sind nicht eng miteinander verwandt, was kranke und schwächliche Nachkommen so gut wie ausschließt. Hier zu jagen ist also eine attraktive Herausforderung! Häufig erreicht das erlegte Wild nach CIC- und SCI-Bewertungsmaßstäben sehr hohe Punktzahlen, weshalb ungarische Trophäen zahlreiche vordere Plätze in den Weltranglisten einnehmen.

Jagen in Ungarn ist auch in landschaftlicher Hinsicht kaum zu überbieten. Von der flachen Tiefebene über die sanfte Somogyer Hügellandschaft bis hin zu den Mittelgebirgen im Norden des Landes sind alle Formen vertreten. Im Mittelgebirge können Sie zum Beispiel den Rothirsch ansprechen: Männliche Exemplare des größten in Ungarn vorkommenden Pflanzenfressers bringen bis zu 200 Kilogramm auf die Waage. Die imposanten Tiere fühlen sich aber grundsätzlich in allen Regionen wohl, die über geschlossene Wald- und offene Freiflächen verfügen. Den Norden Ungarns haben auch einige Kolonien von Muffelwild zu ihrer Heimat gemacht. So gut wie überall im Land können Sie hübsch gefleckte Damhirsche und kräftige Wildschweine ins Visier nehmen – sie gehören zu den beliebtesten Jagdzielen in Ungarn. Dabei entscheiden Sie, ob Sie dem Wildlieber allein oder in Gesellschaft nachspüren wollen. Ansitzen, Pirschen, Drück- und Treibjagden sind möglich, sowohl in freiem Gelände mit großer oder kleiner Strecke als auch im Gatterrevier. Steht Ihnen der Sinn nach etwas Außergewöhnlichem? Dann nehmen Sie doch einmal an einer stimmungsvollen Kutschenjagd teil. Ist der erste Schnee gefallen, geht es auch per Schlitten durch die malerisch weißen Wälder.

 
Wie Sie sich auch entscheiden: Sie können sicher sein, dass Ihr persönliches Jagderlebnis höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Viele Forstwirtschaften sind auf deutsche Jagdgäste eingestellt, deshalb müssen Sie Verständigungsprobleme nicht fürchten. Ihre Jagdbegleiter sind professionell ausgebildet, verfügen über profundes Fachwissen und sind mit den Revieren bestens vertraut. Darüber hinaus dürfen Sie sich auf hervorragend ausgestattete Jagdhäuser, leckere Wildspezialitäten und natürlich die sprichwörtliche ungarische Gastfreundschaft freuen.